Pflegequalität hat ihren Preis

Qualität kostet. Wer das Gegenteil behauptet lügt und widerspricht der Wirtschaftsgeschichte. Sie besagt, je besser die Qualität, desto teurer der Preis.

Was ist gute Pflegequalität?

Stimmt die Pflege-Leistung mit den Erwartungen überein, spricht man von einer guten Pflegequalität.

Wichtig dabei: In der Pflege sind Erwartungen zweier Parteien relevant. Einerseits der Patientenwunsch (Konsument) und andererseits die Ansicht der Versicherung (Käufer/ Zahler). Interessenkonflikte sind daher vorhersehbar. Weiterlesen →

Wie Sie Kunden die Entscheidung erleichtern

Ein zu grosses Angebot hemmt die Entscheidungsfreude. Psychologin Sheena Iyengar untersucht an der Columbia Business School in New York (USA) die Entscheidungstheorie.

Womit Dienstleister und Händler ihre Kunden nicht überfordern, fasste sie in einem TED-Talk zusammen (TED steht für Technology, Entertainment, Design). Wer eine kleinere Auswahl vor Augen hat, wird eher entscheiden. Und welches Unternehmen kann es sich leisten, Kunden bei deren Entscheidung zu verunsichern.

Hier die vier Regeln:

  1. Cut: Weniger ist mehr. Das gilt für Gurken genauso wie für Anwaltsleistungen.  Weiterlesen →

PflegePlus, oder wie Sie positive Anker setzen

Sehr geehrte Frau Moser, bestimmt geht es Ihnen wieder besser. Für Ihr Vertrauen in unser Team danken wir und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute. Ihr Arzt.

Voller Freude zeigte mir meine Mutter kürzlich diesen Brief (frei zusammengefasst). Operiert wurde sie vor rund einem Monat. Zufrieden durfte sie nach Hause.

Letzte Woche nun die positive Überraschung, quasi das Sahnehäubchen auf dem Dessert: Nebst der Rechnung erhielt sie diese Zeilen des Operateurs. Der Arzt bedankt sich darin für das Vertrauen, wünscht ihr gute Besserung und alles Gute für die Zukunft.

Solche Briefe sind im Gesundheitswesen rar. Entsprechend freute sich meine Mutter und zeigte mir die Worte voller Stolz (vermutlich nicht nur mir).

Maximaler Effekt, mit überschaubarem Aufwand. Solch kleine Gesten bleiben — und werden gerne weitererzählt.

Auch für Pflegeteams ist es ein kleiner Schritt, sich positiv im Gehirn der Patienten zu verankern: Gehen Sie einen Schritt weiter und nutzen Sie das Sahnehäubchen als Anker – die PflegePlus.

Gesucht: Pflegende

Bereits heute ist es schwierig, Pflegefachkräfte zu rekrutieren. Doch damit nicht genug: Es wird noch dramatischer. Der Bedarf an Pflegenden wird in den nächsten Jahren weiter stark zunehmen. Dies, da wir alle älter werden und im reifen Alter oftmals auf Pflege angewiesen sind.  Weiterlesen →

5 Schlüsselfragen für die Personalstrategie

Mitarbeiter finden ist je nach Branche sehr schwierig. So sind beispielsweise Informatiker, Pflegepersonal und Ingenieure gesucht.

Als Unternehmen muss ich mich dessen bewusst sein und die aktuelle Situation in der Strategie berücksichtigen.

Fünf Schlüsselfragen helfen mir, die Personalstrategie ganzheitlich zu beleuchten:

  • Akquisition: Wie gewinne ich neue Mitarbeiter?
  • Kompensation: Wie bezahle ich Angestellte leistungsadäquat?
  • Qualifikation: Wie fördere und entwickle ich Mitarbeitende?
  • Retention: Wie halte ich gute Fachkräfte?
  • Motivation: Wie begeistere ich die Menschen für meine Unternehmensmission?

Sind die Fragen beantwortet, ist es einfacher, sich als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Und Attraktivität ist für Stellensuchende eine wichtige Eigenschaft bei der Wahl des Arbeitgebers.

Neues lernen: Wie die DSSS-Methode nach Tim Ferriss funktioniert …

Nur Käse und Wein werden besser, wenn sie stehen bleiben. Wir Menschen müssen uns stets entwickeln und Neues lernen. Rasch lernen und sich dabei sich auf das Wichtige konzentrieren, war das Ziel von Tim Ferriss. Die DSSS-Methode unterstützte ihn dabei.

Die DSSS-Methode kurz erklärt: Neues rasch lernen

  1. Rückbau (deconstruction): Zerlegen Sie die Lernteile in kleinstmögliche, in sich geschlossene Einheiten.
  2. Auswahl (selection): Wählen Sie jene Lernteile mit hohem Effekt und wenig Aufwand (Paretoprinzip oder auch 80/20-Regel: 20% der Zeit sorgt für 80% der Ergebnisse, die letzten 20% kosten 80% der Zeit).
  3. Reihenfolge bilden (sequencing): Bilden Sie nun eine Reihenfolge der Lernteile.
  4. Einsatz (stack): Sorgen Sie nun für die nötige Motivation. Hilfreich dafür sind Konsequenzen, um die Teilschritte zu erledigen. Ein Gespräch mit Freunden kann für den nötigen Ansporn sorgen. Ist ein Ziel kommuniziert, werden Sie es erreichen – dafür sorgt Ihr Stolz.

Käse und Wein reifen und gewinnen damit an Geschmack. Anders bei Menschen: Ohne Neues bleibt einzig der bittere Nachgeschmack.

Aufgabendelegation vs. Verantwortungsdelegation

Die heutige Aufgabenliste ist voll. Sieben Patienten sind zu pflegen: Medikamente richten, Körperpflege, Wundpflege, Untersuchungen planen, Gespräche führen, Arztvisiten und dokumentieren.

Damit die Überzeit nicht zum Alltag wird, muss die Pflegefachperson Aufgaben abgeben. Zwei Arten der Delegation stehen ihr zur Verfügung:

  1. Der Klassiker: Aufgabendelegation
  2. Die intelligente Alternative: Verantwortungsdelegation  Weiterlesen →

Generation Y in der Pflege

Die Zusammenarbeit in einem Team ist anspruchsvoll und herausfordernd. Wir müssen gegenseitig Rücksicht nehmen und gleichzeitig zusammen Ziele erreichen.

Die grösste Herausforderung dabei ist die Individualität aller Mitarbeitenden, besonders bei unterschiedlichen Generationen. Die Babyboomer-Generation (1955-1965) bevorzugt beispielsweise hierarchische Zuständigkeiten, wobei die Generation Y (ab 1980) lieber zusammen (kollaborativ) Probleme löst.

Pflegeleitende müssen darum die unterschiedlichen Arbeitsweisen kennen. Dies, da viele zwischenmenschliche Streitigkeiten auf unterschiedliche Arbeitstypen zurückzuführen sind. Denn nicht selten ist ein Teamkonflikt auch ein Generationen-Streit.

Wichtig darum: Die Mitarbeitenden müssen die Generationsunterschiede kennen, um sich gegenseitig besser zu verstehen. Den verstehen ist die Grundlage für Akzeptanz – was nicht heisst, dass man sich den älteren Kollegen anpassen soll!

Die Hintergründe der einzelnen Generationen müssen klar sein. Nur wer weiss, warum ältere oder jüngere Kollegen auf eine andere Art arbeiten, kann Respekt aufbringen. Und Respekt ist für den Teamerfolg entscheidend.

Erfolgsfaktoren im Pflege-Marketing

Am Anfang steht die Analyse der aktuellen Situation, so auch beim Pflege-Marketingkonzept. Ein wichtiger Teil dessen ist Ihr Erfolgsfaktor, auch Unique Selling Proposition (USP, auf deutsch: Alleinstellungsmerkmal) genannt.

Warum ist Ihr Pflegedienst und -Service einmalig sowie einzigartig? Was sind Ihre Erfolgsfaktoren? Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal (USP)?

Es geht darum, sich möglichst klar gegenüber der Konkurrenz abzugrenzen und Gründe zu liefern, um bei Ihnen Ihr Pflege-Angebot zu beziehen.

Fokussieren Sie sich dabei auf möglichst wenige Erfolgsfaktoren und ein Alleinstellungsmerkmal (USP). Je mehr sind auswählen, desto anspruchsvoller und kostspieliger die Umsetzung des Pflege-Marketings. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie immer noch weitere Erfolgsfaktoren vermarkten und damit das Pflege-Marketing erweitern.

Was macht Ihr Pflegedienst und Ihr Pflege-Service gegenüber Konkurrenzangeboten einmalig und einzigartig?

Die Kristalle: Ihre Erfolgsfaktoren und das Alleinstellungsmerkmal, als Abgrenzung zur Konkurrenz. Die Suche danach lohnt sich und bildet eine essenzielle Grundlage für ein erfolgreiches Pflege-Marketing.

Viable System Model: Aufbau eines lebensfähigen Unternehmens

Forscht die Wissenschaft nach einer Lösung für ein kniffliges Problem, sucht sie gerne bei Mutter Natur. So tat dies auch Stafford Beer, Wirtschaftswissenschaftler aus London (UK), als er nach einem Organisationsmodell für Organisationen aller Art suchte. Entstanden ist dabei das «Viable System Model» (VSM, deutsch: das lebensfähige System).  Weiterlesen →

Was ist Skill- und Grade-Mix?

Skill-Mix

Unter Skill-Mix wird die passende Teamzusammensetzung im Bezug auf Fähigkeiten, Berufs- und Lebenserfahrung verstanden.

Beispielsweise gibt es Pflegeexperten für die Pflege von Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte oder Spezialisten für Palliativpflege oder das Wundmanagement.

Grade-Mix

Beim Grade-Mix geht es um die Durchmischung unterschiedlicher Bildungsabschlüsse innerhalb der Pflege.

Beispielsweise Dipl. Pflegefachpersonen, Bachelor of Science in Nursing, Master of Nursing Science, höhere Fachausbildung (HöFa), Fachpersonen Gesundheit, Diplom-Niveau 1 und 2, Pflegeassistenten, Assistenten Gesundheit und Soziales etc.

Diplomierte Pflegefachperson HF muss delegieren können

Delegieren ist nicht einfach. Gerade in der Pflege gibt es die unterschiedlichsten Ausreden, welche gegen Delegation sprechen. Nur einige Beispiele von Pflegefachkräften:

  • «Ich will nicht Chef sein.»
  • «Der Patient verdient eine Pflege aus einer Hand – von mir.»
  • «Es beschäftigt mich ein ungutes Gefühl, wenn ich Routinearbeiten beim Patienten abgebe.
  • «Wenn ich die Grundpflege abgebe, sehe ich den Patienten ja kaum; wie soll ich so die Verantwortung tragen?»

Im Sinne eines Skill- und Grade-Mixes ist Delegation jedoch wichtig und muss von Abteilungsleitenden und Leitenden des Pflegediensts eingefordert werden.

Im Rahmenlehrplan der höheren Fachschule für Pflege ist «Organisation und Führung» bereits fixer Bestandteil und somit in die Ausbildung integriert. Gerade bei jüngerem Personal müsste dieses Wissen daher vorhanden sein. Ältere Pflegefachfrauen und -männer sind allenfalls froh um eine Schulung zum Thema «Führung».

Konkret steht im Rahmenlehrplan:

Die dipl. Pflegefachperson HF übernimmt die fachliche Führung im Bereich der Pflege. Sie nimmt berufspädagogische Aufgaben wahr. Sie arbeitet effizient mit Fachpersonen intra- und interprofessionell zusammen.

  1. Die dipl. Pflegefachperson HF trägt aktiv zur konstruktiven intra- und interprofessionellen Zusammenarbeit bei.
  2. Die dipl. Pflegefachperson HF koordiniert vorhandene Ressourcen und setzt diese adäquat und effizient ein.
  3. Die dipl. Pflegefachperson HF analysiert in der eigenen Institution bzw. in der eigenen Organisationseinheit die Organisationsabläufe und gestaltet diese mit.
  4. Die dipl. Pflegefachperson HF übernimmt fachliche Koordinations-, Delegations-, Anleitungs- und Überwachungsaufgaben innerhalb des intraprofessionellen Teams.

Nur wenn Pflegefachpersonen delegieren, funktioniert der notwendige Pflegewandel. Und diese Veränderung ist Basis für eine exzellente Pflegezukunft.

Open Management: Sei kein Kindermädchen – behandle die Mitarbeiter wie Erwachsene

Selbstständige Mitarbeitende organisiert in kleinen Teams – wie in Startups. So die Idee von Open Management. Der Ansatz kommt zunehmend in die Schweiz, ist jedoch bereits lange bekannt. Insbesondere Semco, ein Unternehmen aus Brasilien, prägte den Ansatz des erwachsenen Mitarbeiters.

Als Ricardo Semler das Unternehmen Semco 1983 von seinem Vater übernahm, kämpfte er ums Überleben seiner Firma. Nachdem seine Energie nachliess, entschied er sich für einen radikalen Organisationswandel.  Weiterlesen →

Change Management: Auftauen, bewegen, einfrieren

Stehenbleiben ist der Tod für jedes Unternehmen. Doch wie entdecke ich Verbesserungspotenzial? Wichtigste Quelle für Optimierungen sind die eigenen Mitarbeiter. Nutzen Sie auch kleine Veränderungen als Übung für den Grossbrand. Lernen Sie frühzeitig schwierige Gespräche zu führen und bemühen Sie sich, Ihre Schlüsselpersonen im Betrieb persönlich zu kennen. Denn diese Schlüsselpersonen werden andere Betroffene begeistern können und für die Geschäftsleitung den Puls spüren.

Unternehmen müssen sich weiterentwickeln, sonst haben Sie in Zukunft keinen Erfolg. Es gibt unterschiedliche Auslöser, sich bewegen zu müssen. Optimalerweise erkennen die eigenen Mitarbeitenden die Notwendigkeit eines Wandels frühzeitig selbst (interner Auslöser). Besonders gefährlich sind externe Veränderungen im eigenen Marktumfeld, welche von den eigenen Spezialisten nicht erkannt werden (externe Auslöser).  Weiterlesen →

Ein hervorragender Patientenservice als Teil der Unternehmenskultur

Die Patienten dürfen niemals aus dem Zentrum der Aufmerksamkeit eines Spitals, Alters-/ Pflegheims oder einer Spitex-Organisation verschwinden. Es ist Aufgabe des Pflegemanagements diesen Fokus vorzuleben und von den Mitarbeitenden einzufordern.

Innert kürze kann heute eine schlechte Erfahrung im Internet oder über sonstige Medien verbreitet werden. Ein Image-Schaden kann jahrelange Aufbauarbeit innert Kürze vernichten. Entsprechend wäre es dumm, den Patientenservice zu vernachlässigen.

Für das Pflegemanagement gibt es darum nur eine glaubwürdige Art, die Wichtigkeit des Patientenservice zu unterstreichen: Bleiben Sie regelmässig im Gespräch mit den Patienten und dem Pflegepersonal. Somit spüren Sie den Puls und wissen frühzeitig, wenn etwas nicht funktioniert. Und lesen Sie Patientenrückmeldungen, egal ob positiv, neutral oder negativ. Sie sind wahre Fundgruben für Verbesserungsideen.

Klar, ein guter Patientenservice kostet; es ist aber zugleich die Visitenkarte von jedem Spital, Heim sowie jeder Spitex.

Ermutigen Sie darum Ihr Pflegeteam, sich mit Verbesserungsvorschlägen einzubringen und loben Sie Ideen und Initiativen. Es wird sich schnell rumsprechen, wenn Sie Ihre Mitarbeitenden ernst nehmen und Freiraum lassen sowie talentierte Arbeitskräfte anlocken. Und zudem: Auch die Patienten werden spüren, wenn sich die Pflege wohl, respektiert und gefördert fühlt; was nicht zuletzt zur wertvollen Mundpropaganda führt.

Fokussieren Sie Ihren Blick und jener der Pflegenden auf die Patienten. Bieten Sie überdurchschnittlichen Service und die Patienten und Angehörigen werden gerne bei Ihnen sein – und wiederkommen.

User Story, die Software-Anforderung des Kunden [mit Muster-Vorlage]

Danke. Frau Becker, eine Kundin, servierte mir soeben einen Kaffee mit einem Glas Wasser und setzt sich zu mir an den Tisch. Wir sitzen bei ihr im Einzelbüro an einem runden Sitzungstisch und besprechen die Weiterentwicklung ihrer Software-Lösung.

Nach einer kurzen Standortbestimmung sprudelt Frau Becker vor Ideen für kommende Projekte. Nicht alle Vorschläge sind sofort verständlich. Als ich nachfrage, wird sie ruhig und überlegt. Schnell stelle ich fest, dass Frau Becker selbst noch nicht konkret weiss, was sie will. Weiterlesen →