Skill- und Grade-Mix: Die Pflege ist nur der Anfang

Delegieren ist das Wort des 21. Jahrhunderts im Gesundheitswesen. Preiswert soll sie sein, die medizinische Versorgung. Günstig und gut. Die Aufgabenverteilung in der Pflege wurde darum in den letzten Jahren neu strukturiert. Nun müssen die restlichen Berufsgruppen mitziehen, um gemeinsam die Ziele zu erreichen.

Der Personal-Mix im Pflegedienst (Skill- und Grade-Mix) wurde in den letzten Jahren grundsätzlich überarbeitet und verbessert. Es muss klar sein, wer, mit welchem Bildungshintergrund und Kompetenzen, welche Aufgabe erledigt.

Nun geht es einen Schritt weiter: Da auch andere Berufsgruppen unter Kostendruck stehen, besteht die Gefahr, dass unkontrolliert Aufgaben an die Pflege delegiert werden. Ein Gesamtkonzept fehlt. Weiterlesen →

Gut, besser, Ihr Pflegeteam – dank dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu mehr Professionalität und Pflegequalität

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) ist ein Lean Management Instrument und für den Alltag auf den Pflegestationen hervorragend geeignet, um sich als Pflegeteam stetig zu verbessern.

Deming-Kreis: Plan, do, check, act

Der KVP-Kreislauf – auch Deming-Kreis – besteht aus vier Prozessschritten, welche sich wiederholen:

  1. Plan: Wie soll es sein? Weiterlesen →

Lean Health Care: Schlanker Pflegedienst, oder wie Sie Prozesse in der Pflege verbessern

Lean Management umfasst eine Palette an Grundsätzen, um Abläufe einer Organisation effizienter zu gestalten. Ursprünglich stammt die Idee aus der Industrie, namentlich aus den Werkhallen von Toyota.

Lean Management im Spital, Heim und der Spitex

Seit einigen Jahren werden auch im Spital, Heim und der Spitex Arbeitsschritte und Prozesse schlank (lean) organisiert. Zu den Grundsätzen des Lean Managements zählen:

  • Fokussierung auf die eigenen Stärken (in der Pflege: Die Pflege am Patientenbett und nicht Sitzungen oder Büroarbeiten)  Weiterlesen →

Müll im Pflegedienst: Wie Ballast Innovation in der Pflege verhindert

Unser Körper ist intelligent. Er verfügt über Systeme, welche uns von Abfallstoffen befreien – beispielsweise Haut, Darm und Nieren. Versagt die Entgiftung, sterben wir.

Auch in der Pflege ist die systematische Müllabfuhr nötig. Unnötiger Ballast gehört entsorgt. Es liegt in der Verantwortung aller Mitarbeiter – und damit auch der Pflegenden – dies im Arbeitsalltag zu tun. Wer Innovation und positive Ideen fördern will, braucht Platz. Und diesen Platz muss ich mir in der Pflege schaffen, indem ich Überflüssiges aussortiere.

Wir müssen uns fragen, was wirklich nützt; alles andere sollten wir bewusst unterlassen. Nützt es dem Patienten oder der Bürokratie? Hilft es, das Ziel des Spitals, Heims oder der Spitex zu erreichen? Warum tun wir etwas umständlich, wenn es eine einfachere Art gäbe, es zu tun? Wenn Gewohnheit der Grund ist, ist es die Pflicht der Pflegenden, hellhörig zu werden. Weiterlesen →

Pflege-Personalmarketing: Seien Sie kreativ!

Pflegende sind gesucht. Arbeitgeber müssen sich heute als attraktiven Arbeitsort verkaufen, um die besten Pflege-Talente zu erreichen. Personalmarketing (Employer Branding) ist dafür unumgänglich.

Was zeichnet unseren Betrieb aus?

Überlegen Sie sich hierfür, was Ihre Organisation der Zielgruppe «Pflege» als Arbeitgeber bietet. Studieren Sie auch Ihre Konkurrenz im Markt. Sprechen Sie mit Ihren Pflegefachkräften, warum sie bei Ihnen arbeiten. Was ist Ihrem Team wichtig und bietet einen Mehrwert gegenüber anderen Pflegediensten? Weiterlesen →

Alumni-Trends 2014

Laufbahn (Dominik Moser)

Wie Sie als Alumni Manager im Jahr 2014 Geschichte schreiben. Die wichtigsten Alumni-Trends 2014 im Überblick.

1. Kommunikationskanäle

Seit das Internet erfunden wurde, hat sich die Kommunikation wegweisend verändert. Über immer mehr Medienkanäle wird kommuniziert. Publikationen, Social Media, Broschüren, Website – um nur einige Beispiele zu nennen.

Nutzen Sie die Synergien und experimentieren Sie mit neuen Kommunikationskanälen. Seien Sie dort, wo Ihre Zielgruppe weilt.  Weiterlesen →

Pflegeführung mit Zukunft: klein aber fein

Die Pflege hat ein Führungsproblem: Oft ist eine Stationsleitung für 35 Mitarbeitende verantwortlich. Einfacher wäre es mit mehr kleineren Teams.

Frau Huber, Stationsleiterin, leitet ein Team von 35 Pflegefachkräften. Unterstützt wird sie von einer Pflegeexpertin und einer Berufsbildnerin, welche sich um die acht Lernenden kümmert. Ihr Ziel für das kommende Jahr ist, die eigene Führung zu professionalisieren. Zum Artikel in der Fachzeitschrift «Competence» [PDF-Datei] →

Transformationale Führung in der Pflege

Wer führt, lenkt. Im Pflegealltag lenken wir primär Menschen und damit Individuen. Entsprechend benötigen wir Führungsinstrumente, welche die Individualität aller Pflegenden berücksichtigt. Gute Pflegemanager fördern und fordern darum situativ.

Transformationale Führung (TFF): Vorbild, Sinn, Eigenverantwortung und Coaching

Die beiden Wissenschaftler, Bernard Bass und Bruce Avolio, beschrieben 1995 vier Eigenschaften, welche Führungskräfte entwickeln müssen, um Ziele überdurchschnittlich zu erreichen.

Identifizierend (idealized influence)

Die Pflegemanager werden als authentisch (echt) und wahrgenommen. Dies fördert Respekt, Vertrauen und damit die Identifikation mit der Führungskraft. Wenn Sie als Pflegeleitende tun, was Sie versprechen, werden sie zum Vorbild und die Mitarbeitenden werden sich auf Sie verlassen. Weiterlesen →

Life-Cycle-Budgeting, oder wie Sie Folgekosten berücksichtigen

Schweizer Franken CHF (Dominik Moser)

Ein Budget wird für ein Jahr erstellt, so die weitverbreitete Meinung. Diese Behauptung mag in vielen Situationen sinnvoll sein. Bei grösseren Anschaffungen hingegen, ist diese Denkweise verheerend. Warum? Die Folgekosten bleiben unberücksichtigt.

Life-Cycle-Budgeting: Komplette Kosten einer Investition vergleichen, inklusive Betriebskosten

Will ich Kostenüberschreitungen vermeiden, muss ich grössere Investitionen zwingend über den gesamten Produktlebenszyklus budgetieren. Dafür muss ich wissen, wie hoch die Anschaffungskosten sind (Inbetriebnahme, häufig einmalige Kosten).  Weiterlesen →

«Wir setzen auf die Besten» – Prof. Dr. Rebecca Spirig im Interview

Rebecca Spirig (zvg)

Seit Juli 2013 ist Professor Dr. Rebecca Spirig verantwortlich für die Pflege am UniversitätsSpital Zürich. Nach 100 Tage zieht sie eine erste Bilanz und spricht über Hochkompetenz, Wohlfühlzonen in der Pflege und erklärt, woraus der Skill- und Grade-Mix in Zukunft besteht.

Rebecca Spirig begrüsst mich für das Interview um 8:15 Uhr in ihrem Büro am UniversitätsSpital Zürich (USZ). Das Büro befindet sich in einem kleinen Haus auf dem grossen USZ-Gelände. An der Bürowand steht ein Micro Scooter, wohl für die langen Distanzen im USZ. Sie setzt sich vis-à-vis an den Sitzungstisch. Weiterlesen →

Tagung Masterplan Bildung Pflegeberufe: Vertrauen der Pflegebasis für Innovation mit kleineren Projekten zurückgewinnen

Am vergangenen Montag fand in Bern die Tagung zum Masterplan Bildung Pflegeberufe statt. Tagungsziel war eine Standortbestimmung des Masterplans, welcher von 2010 bis 2015 beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) projektiert ist.

Nachfolgend einige Gedanken, welche ich von der Tagung mitnahm:

  • Die Spezialisierung im Pflegebereich wird weiter zunehmen und durch den Masterplan gefördert (Referat von Josef Widmer, stv. Direktor SBFI)
  • Ende 2013 eröffnet die Vernehmlassung zum neuen Gesundheitsberufegesetz. Darin werden einheitliche Bildungs- und Berufsausübungsvorgaben auf Fachhochschulstufe geregelt. Der Abschluss HF wird hinsichtlich Berufsausübung und Berufspflichten den Fachhochschulabschlüssen gleichgestellt (Referat von Josef Widmer, stv. Direktor SBFI) Weiterlesen →

Wer verhandelt, muss die Sprache des Gegenübers beherrschen

Es ist Budgetzeit. Über Investitionen in Milliardenhöhe wird in diesen Tagen verhandelt. Am Tisch mit dabei ist die Pflegechefin oder der Pflegechef. Zu Recht, denn der Pflegebereich beschäftigt den Grossteil des Personals und vertritt damit einen signifikanten Budgetposten.

Budgetverhandlungen sind häufig politisch geprägt. Es geht um Macht, um Geben und Nehmen. Wer erfolgreiche seine Anliegen vertreten will, muss darum die Sprache der Kolleginnen und Kollegen der Geschäftsleitung kennen, verstehen und aus deren Perspektive argumentieren. Weiterlesen →

Die Euphorie der einen ist das Leid der anderen – über Merkblättern, Regeln und Weisungen in der Pflege

Stolz, mit geschwellter Brust, verschickt Lena Zollinger ihr soeben erstelltes Merkblatt zum Thema «Fieber messen bei Säuglingen» an alle Pflegenden des Hauses. Alle sollen sehen, dass sie gearbeitet hat; auf dem Intranet würde es kaum jemandem auffallen – zumindest nicht, bis Fragen zum Thema auftauchen und danach gesucht wird.

Die Bürokratie nimmt stets zu – und alle Ärgern sich darüber

Obiges Beispiel und ähnliche Aktionen sind in vielen Gesundheitsbetrieben ein Problem. Jeder fühlt sich berechtigt, Weisungen, Regeln und Merkblätter zu erstellen. Grundsätzlich sind solche Initiativen löblich, solange alle Informationen an einem Ort (z.B. Intranet) verwaltet und fortlaufend aktualisiert werden. Weiterlesen →

So moderieren Sie Diskussionen professionell

Kritische Gespräche und Diskussionen bringen ein Pflegeteam weiter. Voraussetzung dafür ist eine wohlwollende und offene Grundhaltung aller Involvierten sowie eine klare Trennung zwischen Person und Thema (z.B. ein Verhalten einer Person, nicht die Person als Ganzes; einem Prozess; ein Führungsentscheid; Regeln etc.).

Als Pflegemanager führen Sie solche Diskussionen und Gespräche. Damit Ihnen dies professionell gelingt, nachfolgend eine kurze Anleitung mit den wichtigsten Punkten. Das Ziel ist stets, aus der Situation zu lernen – egal wie kritisch sie ist. Es soll sich etwas verbessern. Wie Sie vorgehen:  Weiterlesen →

Wie Sie mit 4 Fragen die Anspruchsgruppen analysieren

Der Mensch, die grösste Chance und zugleich das grösste Risiko in jedem Projekt. Entsprechend muss zu Beginn eines Projektes klar sein, welche Personen (Anspruchsgruppen oder Stakeholder) vom Projekt betroffen sind.

1. Schritt: Welche Parteien sind vom Projekt betroffen?

Listen Sie alle betroffenen Organisationen und Personen auf, welche Ihr Projekt ganz genau verfolgen werden (egal ob mit positiven oder negativen Absichten):  Weiterlesen →

Benchmarking in der Pflege: Transparent vergleichen und voneinander lernen

Excellence in Nursing. Ganzheitlich und kontinuierlich müssen sich Spitäler, Heime und die Spitex weiterentwickeln. Lernen aus dem Alltag. Lernen von Kolleginnen und Kollegin – intern wie auch extern.

Pflege-Benchmark als Instrument zur Excellence

Ein Instrument um voneinander zu lernen ist der Benchmark. Hierbei werden Werte, Resultate und Prozesse mit ähnlichen Organisationen verglichen.

Ein Beispiel: Wie hoch ist die Personalfluktuation auf der Pflegeabteilung X im Vergleich zu den restlichen Pflegestationen eines Hauses. Oder gar im kantonalen Verhältnis.  Weiterlesen →

Zusatzkompetenzen für Fachfrauen und -männer Gesundheit (FaGe): Was ist möglich?

Stetiges Lernen ist für eine Kauffrau oder einen Schreiner selbstverständlich, auch nach der Lehre. Fordern und fördern, so die Devise. Betriebe, welche die Personalentwicklung vernachlässigen, verlieren die Perlen des Teams. Besonders die Jungen (Generation Y) wollen wachsen und sich entwickeln – auch im Spital, Heim oder in der Spitex.

Entsprechend stellt sich für Betriebe die Frage, wie sich Fachpersonen Gesundheit (FaGe) aber auch Assistentinnen und Assistenten Gesundheit und Soziales (AGS) entwickeln können.  Weiterlesen →

Careum Forum 2013: Schrittmacher Informationstechnologie

Junge Mitarbeiter verstehen das Klinikinformationssystem des UniversitätsSpital Zürichs (USZ) innert drei Tage; die ältere Generation braucht dafür zwei Wochen. Diese Tatsache ist nur eine von vielen Herausforderungen, welche die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit sich bringt.

Nach dem letztjährigen Careum Forum zum Thema «Innovation im Gesundheitswesen» ging es dieses Jahr um die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT).

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Die Kunst der Pflegelogistik: Über Tupfer, Kanülen und Medibecher

Es gibt Pflegestationen, welche mit ihren Warenlagern an Pflegematerial und Medikamenten für mehrere Monate auskommen würden. Die Absicht der grossen Materialbestände ist verständlich: Man will sich auf der sicheren Seite wissen und im Notfall nicht vor leeren Materialschränken stehen. Was jedoch das Warenlager auf den Abteilungen kostet, kümmert kaum jemand.

Mit einer intelligenten Logistik werden alle Materialflüsse einer Organisation gesteuert und auf ein Minimum reduziert. Damit bleibt das Geld in der Kasse, welches sonst «gebunden» auf den Abteilungen herumliegt – und im schlechtesten Fall unbrauchbar wird, da einige Materialien per Datum ablaufen.  Weiterlesen →