Big Data: Daten wirtschaftlich nutzen

Raiffeisen, IKEA, Supercard, Cumulus (Dominik Moser)

Die Währung des Internets ist Information. Wer Daten sammelt, sammelt Macht. Doch worum geht es genau beim Schlagwort «Big Data»?

Alle zwei Jahre verdoppelt sich das Datenvolumen (Quelle). Unternehmen sammeln fleissig mit. Sei es, indem sie das Einkaufsverhalten speichern mittels Kundenkarten, Finanztransaktionen aufzeichnen oder über das Smartphone die GPS-Daten in Datenbanken abspeichern. 

Daten werden wertvoll, wenn sie zur Information wird

Wer jedoch nur Daten sammelt, wird damit keinen Mehrwert erzielen. Der tatsächliche Nutzen entsteht, wenn die vorhandenen Daten zu brauchbaren Informationen zusammengesetzt werden. Diese Informationen sind es, welche anschliessend ansprechend visualisiert werden und als Grundlage für Entscheidungen dienen können.

Die Strategie zeigt, welche Informationen relevant ist

Aus der Unternehmensstrategie geht hervor, welche Daten gesammelt werden sollen, um das wirtschaftliche Ziel zu erreichen. Abgeleitet von Zielen werden die notwendigen Daten verarbeitet und für das operative Geschäft sowie Strategieentscheide beigezogen.

Der Irrglaube, Datensammlungen sind kostenlos

Wer glaubt, Daten sammeln sei gratis, der irrt. Tatsächlich kostet ein Datenbankeintrag kaum etwas. Unterschätzt werden häufig aber die Aufwände, welche die Daten- und Systempflege nach sich zieht.

Dazu zählen die Kosten für Fachspezialisten wie Informatiker und Statistiker sowie den Mehraufwand bei praktisch allen Mitarbeitern. Aber auch der Unterhalt aller Informationssysteme ist nicht zu unterschätzen. Natürlich nicht wegen einer Zusatzinformation. Möchte jedoch nur jeder Mitarbeiter eine bis fünf Zusatzinformationen zur Sicherheit aufbewahren, steigt der Aufwand rasch an.

Lieber wenig, dafür nutzbar

Unsere Empfehlung für die Einführung von Big Data als Instrument ist darum, sich auf wenige, strategisch relevante, Informationen zu beschränken.

Lieber klein und kostengünstig starten sowie die Mitarbeiter im Umgang mit dem neuen Instrument angemessen schulen. So ist sichergestellt, dass bereits zeitnah erste Erfolge gefeiert werden können, was wiederum die Akzeptanz im Unternehmen für Big Data erhöht und den Weg für weitere Schritte ebnet.